BER-Chef Mehdorn will künftigen 24-Stunden-Betrieb

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Dienstag, 11. März 2014
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Nach Ansicht des BER-Geschäftsführers Hartmut Mehdorn würde eine Ausweitung des Nachtflugverbots am neuen Flughafen der Hauptstadt das gesamte Projekt ins Absurde führen. Denn wenn sich das Land Brandenburg mit seiner Forderung nach einem umfangreicheren Nachtflugverbot durchsetzen würde, hätte man diesen Flughafen laut Mehdorn gar nicht bauen müssen. Auf diese Weise könne der BER niemals den Status als internationaler Umsteigeflughafen erreichen, denn andere Flughäfen können sich nicht nach dem Berliner Nachtflugverbot richten. Mehdorn bekräftigte seine Ansicht, dass eine Landung in Berlin möglich sein müsse, wenn ein Slot vorhanden sei. Weiterhin sollte ein Hauptstadt-Flughafen seiner Ansicht nach überhaupt keinen zeitlichen Einschränkungen bei seinem Flugbetrieb unterliegen, sondern 24 Stunden geöffnet sein. Auf der ganzen Welt sei dies so.

Lärmschutzmaßnahmen rund um BER sind bereits sehr umfassend

Dennoch nimmt Mehdorn nach eigenen Angaben die Sorgen der Anwohner des neuen Hauptstadt-Flughafens und ihre Befürchtungen hinsichtlich zusätzlicher Lärmbelästigungen ernst. Aus diesen Gründen gäbe es schon seit langem einen sorgfältig ausgeklügelten Kompromiss bei den Flugzeiten. Auch die Lärmschutzmaßnahmen seien in ihrem Ausmaß und ihrer Qualität weltweit beispiellos.

Laut Hartmut Mehdorn mache jedes Gespräch im Büro mehr Lärm als der zulässige Lärmpegel im Hausinneren bei Landeanflügen auf den BER. Er kritisiert die Anspruchshaltung der Anwohner und meint, dass in einer Wohlstandsgesellschaft, die jederzeit pünktlich nach Mallorca fliegen wolle, nun einmal auch der damit einhergehende Fluglärm vertragen werden muss. Das andere den Lärm haben sollen, gehe nun einmal einfach nicht.