Flüge nach Stuttgart und Berlin: Emirates bemüht sich um Open-Skies-Abkommen

Datum
Mittwoch, 7. März 2018

Trotz teils starkem Gegenwind setzen sich die Vereinigten Arabischen Emirate seit Langem für ein Open-Skies-Abkommen mit der Europäischen Union ein. Gelingt das Vorhaben, können neue Flugrouten zwischen der Nordsee und dem Persischen Golf entstehen.

Open-Skies-Abkommen für ungehinderten Marktzugang

Würde die Europäische Union dem Abkommen zustimmen, würde dies eine vollständige Öffnung des Flugmarktes für beide Parteien bedeuten. Der Deutschland-Gesandte der Föderation, Ali Al-Ahmed, zeigt sich nach Angaben von Reuters zuversichtlich, dass die Bemühungen schon bald von Erfolg gekrönt sein werden.

Emirates-Flugzeug

Die Platzhirsche halten dagegen

Bei Weitem nicht jeder schaut dem möglichen Abkommen freudig entgegen. Airlines wie die Lufthansa oder die Air France würden die Liberalisierung des Luftfahrtsektors am liebsten verhindern. Als Grund wird immer wieder unfairer Wettbewerb wegen der staatlichen Subventionierungen der Airlines Emirates, Etihad und Qatar genannt, die angeblich bei 50 Milliarden Dollar liegen.

Ähnliche Schwierigkeiten in den USA

Auch beim Aushandeln des Open-Skies-Abkommens mit der USA weht den Vereinigten Arabischen Emiraten scharfer Wind entgegen. United Airlines, Delta Air Lines sowie American Airlines kämpfen seit Jahren für eine Anpassung des Abkommens. Die Auseinandersetzung geht hier sogar so weit, dass Emirates mit der Annullierung eines Großauftrags für Boeing-Flugzeuge droht.

Vor allem Berlin und Frankfurt für Emirates attraktiv

Was den deutschen Markt angeht, so zeigt sich vor allem Emirates am Ausbau des Flugnetzes interessiert. Al-Ahmed bestätigte, dass die Airline gerne Berlin und Stuttgart zu den aktuell vier deutschlandweiten Zielen hinzufügen dürfe. Bislang fliegen die Maschinen der Airline Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt an.