In Europa sterben die Airlines

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Freitag, 17. April 2015
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Der internationale Flugmarkt gilt immer noch als im Wachstum inbegriffen, die Zahl der Menschen, die Flugreisen unternehmen, ist seit langem schon ansteigend, vor allem im asiatischen und indischen Raum. Europäische Airlines können jedoch zum großen Teil nicht davon profitieren: Die Anzahl von Fluggesellschaften aus Europa schrumpft seit mehreren Jahren beständig. Seit dem Jahre 2011 haben sich Euro-Airlines die Segel gestrichen. Damals waren 241 Linienfluggesellschaften über den europäischen Wolken unterwegs, heute sind es nur noch magere 168. Würde sich das Airline-Sterben in diesem Maße fortsetzen, gäbe es in 25 Jahren keine einzige europäische Fluggesellschaft mehr.

Auch deutsche Fluggesellschaften unter den Opfern

Auch diverse deutsche Anbieter haben in den letzten vier Jahren den Betrieb eingestellt, darunter Hamburg Airways, Augsburg Airways, Air Cargo Germany oder Cirrus Airlines aus Saarbrücken. Der Flugverkehr ging zuletzt vor allem in Italien und Spanien zurück, während andererseits jedoch in Ländern wie Russland, Polen oder der Türkei immer noch Wachstum stattfindet – von den vier wichtigsten innereuropäischen Routen sind inzwischen laut Experten drei Inlandsstrecken in der Türkei. Ein großes Problem für die kleineren europäischen Airlines stellt die zunehmende Dominanz der großen Billigflieger dar. Die Marktführer Ryanair aus Irland und Easyjet aus England haben gemeinsam einen Marktanteil von derzeit 22 Prozent, nach Schätzungen wird der Anteil in zehn Jahren jedoch bereits bei rund 35 Prozent liegen.