Lufthansa streicht diverse Russlandflüge

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Dienstag, 9. Juni 2015
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Die Ukraine-Krise und die unerbittliche Haltung von Präsident Vladimir Putin haben für Russland auch ernsthafte wirtschaftliche Konsequenzen – vor allem durch die harten Sanktionen durch die westlichen Länder. Neben der gesunkenen Kaufkraft der russischen Haushalte und dem niedrigen Ölpreis ist auch der Flugverkehr davon stark betroffen. Das wird deutlich, wenn man die Zahlen von 2015 mit dem Vorjahr vergleicht: In den ersten vier Monaten des Jahres gingen die Flugreisen im Vergleich zu 2014 innerhalb Russlands um neun Prozent zurück, international waren es sogar ganze 18 Prozent. Auf diesen Trend reagieren natürlich auch die Airlines – mit Streichungen. Zuletzt haben bereits die Fluggesellschaften Easyjet, Thai Airways sowie Air India die Zahl der Verbindungen nach Russland verringert, nun folgt auch die deutsche Traditionsairline Lufthansa.

Nur noch Moskau und St. Petersburg im Flugplan

Die Lufthansa, die vor allem aus Frankfurt am Main diverse Ziele innerhalb Russlands ansteuert, hat inzwischen bekannt gegeben, aus wirtschaftlichen Gründen einige Verbindungen in das größte Land der Erde einzustellen und das Angebot an Russland-Flügen damit drastisch zu reduzieren. Nur noch bis Ende August wird von Frankfurt aus der Flughafen Moskau-Vnukovo angesteuert. Kurz darauf gehen auch für die Routen nach Nischni Nowgorod und in die südrussische Industriestadt Samara die Lichter aus, die im Moment noch vier Mal wöchentlich angeflogen werden. In Zukunft hat man also als Russland-Reisender deutlich weniger Auswahl: Die Lufthansa fliegt dann nur noch die Flughäfen Moskau-Domodedovo sowie St. Petersburg von Frankfurt und München aus an.