Machbar – Fliegen ohne Angst

Datum
Montag, 9. Januar 2017
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Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos. Für für viele Passagiere leider auch die Angst vor dem Fliegen. Dabei gilt das Reisen via Flugzeug als sicherstes Verkehrsmittel unserer Zeit. 

Flugangst

Nahezu jeder dritte Passagier hat mit Aviophobie (Flugangst) zu kämpfen. Dies bedeutet nicht zwingend unkontrollierbare Panik, aber zumindest ein flaues Gefühl in der Magengegend. Beim Start verschließen Betroffenen gerne die Augen und umklammern die Armlehnen. Selbiges gilt für unerwartete ruppige Turbulenzen als auch für den Landeanflug. Dem kann abgeholfen werden, da überwiegend rein subjektive Gründe für die Angst verantwortlich sind.

Was kann ich tun?

Experten sehen die Gründe für die Entstehung von Flugangst primär in einem Informationsdefizit. Ein gutes Beispiel hierfür sind Turbulenzen. Fehlendes Hintergrundwissen mündet eben rasch in Nervosität. Dabei wird die emotionale Anspannung noch durch die Zuhilfenahme von gefährlichem Halbwissen aus Film und Fernsehen verstärkt und kann sogar bis hin zu Durchfall oder Schweißausbrüchen führen. Weitere typische Symptome sind Übelkeit, Atemnot und feuchte Hände.

Die eigenen Gedanken spielen eine ausschlaggebende Rolle und positives Denken kann Berge versetzen. Die Frage nach der Herkunft dieser kuriosen Geräusche, ob das Flugzeug genug Treibstoff getankt hat und der Pilot überhaupt kompetent genug ist, erzeugen bei den Betroffenen einen Abwärtsstrudel, dem sie alleine scheinbar nicht entkommen können. Experten raten deshalb mit den Flugbegleitern zu sprechen. Auch der Sitznachbar könnte bereits eine hilfreiche Anlaufstelle sein. Hauptsache es führt ein Weg aus dem eigenen Kopf hinaus. Passagiere mit Aviophobie bedienen sich manchmal auch Medikamenten oder Alkohol und für manchen mag es zu einer kurzfristigen Verbesserung führen. Dennoch reagiert jeder Organismus anders und positive Effekte können auch ausbleiben. Fakt ist jedoch, dass jeder Körper Resistenz aufbaut, was beim nächsten oder übernächsten Flug zu der Einnahme einer höheren Dosis führt.

Kurse und Aufklärung

Die Fluggesellschaften beschäftigen sich selbstverständlich mit der Thematik und arbeiten mit institutionellen Einrichtungen zusammen. Es werden Kurse und Informationsveranstaltungen angeboten, mit denen der Quell des Leidensdruckes bekämpft wird. Sie informieren über essentielle Sachverhalte rund ums Thema Fliegen und beseitigen damit das gefährliche Informationsdefizit. Teilnehmer wissen dann bei ihrem nächsten Flug, weshalb dieses tonnenschwere Ungetüm überhaupt fliegen kann, wo vielleicht das eine oder andere Geräusch seinen Ursprung findet und weshalb es gerade etwas ruckelt. Aufkeimende Angst oder Panik findet dann nur beschwerlich ihren Weg und verfliegen im Idealfall genauso schnell, wie sie gekommen sind.