Nach Germanwings-Absturz: Neue Regeln fürs Cockpit

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Freitag, 27. März 2015
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Drei Tage nach dem Absturz des Germanwings-Airbus auf Flug 9525 herrscht immer noch kollektive Trauer und Fassungslosigkeit – vor allem die Tatsache, dass der Copilot der Maschine den Flugzeugabsturz offenbar willentlich herbeigeführt hat, erscheint schrecklich und nahezu unvorstellbar. Neben der Frage nach dem Motiv des Copiloten, 150 Menschen mit in den Tod zu ziehen, wundern sich viele Menschen darüber, das die Tat für ihn überhaupt möglich war. Denn dass ein Pilot oder Copilot während des Fluges mal allein im Cockpit ist und die Möglichkeit hat, die Tür von innen vollkommen zu verriegeln, erscheint in der Tat höchst unsicher und begünstigend für Katastrophen.

Billigflieger führen 2-Personen-Regelung ein

Das hat man jetzt offenbar auch an höchster Stelle eingesehen: Matthias von Randow vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft verkündete, dass sich in Zukunft nun auch bei deutschen Airlines zu jeder Zeit zwei Personen im Cockpit aufhalten müssen. Das betrifft unter anderem die Lufthansa, Air Berlin oder TUIfly. Auch andere, internationale Fluggesellschaften wollen von nun an auf die Zwei-Personen-Regelung setzen. Die Billigflieger Easyjet und Norwegian Air Shutte verkündeten am Donnerstag , die Regel ab sofort einzuführen – demnach darf das Cockpit nur noch verlassen werden, wenn zwei Personen darin zurück bleiben. Bei der Konkurrenz-Airline Ryanair ist dies schon seit längerem vorgeschrieben – wenn einer der beiden Piloten dort das Cockpit verlässt, um beispielsweise auf die Toilette zu gehen, oder etwas zu essen oder zu trinken, muss der Vorgesetzte des Kabinenpersonals für die Zeit seinen Platz einnehmen.