Warum Fly Egypt nicht mehr nach Deutschland fliegen darf

Datum
Montag, 10. Dezember 2018

Das Luftfahrt-Bundesamt hat für die beiden ägyptischen Fluggesellschaften Fly Egypt und Air Cairo mit sofortiger Wirkung die Einflugerlaubnis widerrufen, was bedeutet, dass derzeit beide Airlines in Deutschland weder starten noch landen dürfen. Das hat Auswirkungen für Ägypten-Urlauber.

Flugzeug vor dem Sonnenuntergang
Die Flugzeuge der Airlines Fly Egypt und Air Cairo dürfen in Deutschland nicht mehr starten und landen.

Fly Egypt und Air Cairo flogen unter anderem für FTI, DER Touristik, Alltours und Thomas Cook. Die betroffenen Reiseveranstalter buchen ihre Kunden daher auf Flüge von anderen Fluggesellschaften, wie zum Beispiel Germania oder Condor, um. Beide Airlines flogen zuletzt Reisende von und nach Ägypten . 11 Abflughäfen sind vom Einflugverbot betroffen. Darunter die Flughäfen Berlin-Schönefeld, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und München.

Doch warum dürfen die Airlines Fly Egypt und Air Cairo nicht mehr nach Deutschland fliegen? Der Grund ist ein Verstoß gegen Cateringvorschriften. Die nordafrikanischen Fluggesellschaften sollen nämlich unerlaubt Essen transportiert haben. Bereits seit 2015 verbietet das Luftfahrt-Bundesamt die Zuladung von Speisen und Getränken an vielen ägyptischen Flughäfen. Gegen diese Bestimmung haben sowohl Fly Egypt als auch Air Cairo verstoßen. Es wird ihnen vorgeworfen, dass sie ihre Cateringbestände zum Beispiel an den Flughäfen von Hurghada und Sharm el-Sheikh aufgefüllt haben. Erlaubt ist die Zuladung hingegen aber nur in Kairo. Zurzeit arbeiten daher beide Fluggesellschaften an der Umstellung ihrer Logistik.

Das Zuladungsverbot geht zurück auf den Terroranschlag auf eine russische Passagiermaschine, die 2015 über dem Sinai abstürzte, wobei 224 Menschen ums Leben kamen. Die für den Absturz verantwortliche Bombe, war damals über das Catering an Bord geschmuggelt worden.