Zahlreiche Fluggesellschaften warten auf Geld aus Venezuela

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Montag, 17. März 2014
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Zahlreiche Airlines erwarten derzeit Zahlungen aus dem südamerikanischen Staat Venezuela, darunter etwa auch die Lufthansa, die auf die Bezahlung einer Rechnung in Höhe von über 100 Millionen US-Dollar wartet. Anscheinend hat das südamerikanische Land derzeit ein Zahlungsproblem. Die Lufthansa hat in Venezuela Frachtkapazitäten im Gegenwert von 100 Millionen US-Dollar verkauft. In Venezuela selber wird mit dem venezolanischen Bolívar bezahlt, der Umtausch in US-Dollar erfolgt unter staatlicher Aufsicht und ist nur mit Einschränkungen möglich. Derzeit werden die Auszahlungen aus offiziell unbekannten Gründen zurückgehalten.

Insgesamt schuldet Venezuela internationalen Airlines fast 3 Milliarden Euro

Gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD wollte sich die Lufthansa nicht konkret zu den Zahlungsproblemen von Venezuela äußern. Die Fluggesellschaft äußerste aber ihre Besorgnis wegen des Devisentransfers. Ihrerseits reagiert die Lufthansa bereits. Sie setzt auf der Route nach Venezuela nun ein kleineres Flugzeug ein. Statt eines Airbus A340 wird die Route nach Venzuela nur noch mit einem Airbus A330 geflogen. Einige Flüge würden ganz gestrichen, wie die Lufthansa weiter mitteilte.

Die Lufthansa ist kein Einzelffall, wie der internationale Luftverkehrsverband IATA mitteilt. Nach Angaben der IATA liegen die Schulden von Venezuela gegenüber internationalen Fluggesellschaften in einer Höhe von gut 3,7 Milliarden US-Dollar (ca. 2,7 Milliarden Euro). Laut IATA breche die venezolanische Regierung internationale Verträge, ein Verhalten, welches nicht zu akzeptieren sei.