Guide für entspanntes Fliegen

Guide für entspanntes Fliegen

Fliegen gilt gemeinhin als eine der sichersten und komfortabelsten Arten des Reisens – dennoch sollte man gerade vor und während des Fluges, vor allem bei Langstreckenflügen, ein paar einfache Tipps und Tricks kennen, um ein maximal angenehmes und entspanntes Flugerlebnis zu haben.

Hygiene an Bord

Eine Flugzeugtoilette zu benutzen ist sicherlich für niemanden etwas, auf das man sich beim Fliegen freut. Neben den sehr engen Räumlichkeiten sind es vor allem hygienische Bedenken, die die Menschen dabei am meisten abschrecken. Obwohl die Bordtoiletten in der Regel sauber sind, ist es für das persönliche Hygieneempfinden ratsam, Desinfektionstücher oder auch flüssiges Händedesinfektionsmittel (in der entsprechenden transparenten Tüte transportiert) dabei zu haben, mit denen man sich nach dem Toilettengang und auch mal zwischendurch auf längeren Flügen erfrischen kann.

Sicherheitstipps

Auch wenn Fliegen gemeinhin sehr sicher ist, sollte man auf jedem Flug den Sicherheitshinweisen der Stewardess vor dem Start Aufmerksamkeit schenken. Diese sind nämlich alles andere als unnötig, sondern haben sich in der Praxis bei Zwischenfällen als lebensrettend herausgestellt. Da es von Flugzeugtyp zu Flugzeugtyp Unterschiede bei den Hinweisen gibt, sollte man jedes Mal aufmerksam zuhören, auch wenn man schon oft geflogen ist. Für optimale Sicherheitsbedingungen sollte man während des Fluges zudem möglichst die gesamte Zeit über angeschnallt bleiben – auch wenn man schläft.

Druck auf den Ohren

Für viele Reisende unangenehm ist der Druck auf den Ohren, den man vor allem beim Start und bei der Landung verspürt. Dagegen gibt es zum Glück hilfreiche Hausmittel. Dazu gehört herzhaftes Gähnen, ein Bonbon lutschen und vor allem Kaugummi kauen. Eine Packung Kaugummi gehört daher in jedes Handgepäck. Man macht sich übrigens sehr beliebt, wenn man auch den Sitznachbarn davon anbietet.

Kleidung und Handgepäck

Mehrere Stunden im Flugzeug sitzen, ist sicherlich nicht immer komfortabel. Man kann aber das beste daraus machen, indem man zumindest auf bequeme Kleidung setzt und die enge Jeans und das steife Hemd im Koffer lässt und stattdessen auf die Jogginghose setzt. Neben mangelnder Bequemlichkeit ist oft Langeweile ein Problem für die Passagiere. Für diesen Fall muss man sich im Vorfeld rüsten – mit Handgepäck, das genügend Unterhaltung für die Dauer des Fluges bietet. Ob es sich dabei um ein Buch, den Laptop, MP3-Player oder Game Boy handelt. Dies gilt insbesondere für Kinder, da diese dazu neigen, bei längerem Stillsitzen äußerst quengelig zu werden.

Auch wenn es im Sommer draußen sehr heiß ist, sollte man gerade bei längeren Flügen nicht den Fehler machen und im Flugzeug zu kalt angezogen sein. Denn an Bord herrscht natürlich nicht die Außentemperatur, sondern ein künstlich reguliertes kühleres Klima, sodass man in Flip-Flops und kurzer Hose oftmals ein bisschen fröstelt. Vor allem, wenn man über Nacht fliegt, sollte man sich unbedingt etwas wärmer anziehen oder einen Pullover und Halstuch zumindest bei sich tragen, denn im Schlaf kühlt der Körper etwas hinunter. Wenn man dabei zu kalt angezogen ist, kommt es schnell vor, dass man frierend aufwacht oder im schlimmsten Fall am nächsten Tag erkältet ist.

Hilfe bei Flugangst

Je nach Schätzung leiden zwischen 10 und 30 Prozent unter Aviophobie, auch genannt Flugangst, die es äußerst schwer macht, sich im Flugzeug zu entspannen. Gegen das mulmige Gefühl beim Fliegen gibt es zum Glück einige hilfreiche Tipps und Tricks. Zunächst ist Vorbereitung beim Fliegen mit Flugangst das A und O. Nehmen Sie im Handgepäck Dinge mit, die Sie beschäftigen und beruhigen, z.B. Lieblingsmusik oder Hörbuch – diese helfen auch, die vielleicht beunruhigenden Geräusche um Sie herum zu dämmen. Ziehen Sie sich am Tag des Fluges zudem bequeme und luftige Kleidung an. Vielen Menschen hilft es auch, sich zu vergegenwärtigen, dass Fliegen im 21. Jahrhundert eine extrem sichere Reisemethode ist und das Flugzeuge auch bei Triebwerksausfällen nicht sofort abstürzen, sondern noch mehrere hundert Kilometer im Gleitflug weiterfliegen können.

Wenn Sie beim Check-In Ihren Sitzplatz wählen, entscheiden Sie sich am besten für einen Platz über den Tragflächen – dort sind die Bewegungen des Flugzeugs am wenigsten zu spüren. Auch ist ein Fensterplatz bei Flugangst wenig ratsam, also setzen Sie sich lieber an den Gang, von wo aus Sie auch schneller zur Toilette kommen. Am Tag des Fluges ist es empfehlenswert, schon möglichst frühzeitig am Flughafen zu sein, um sich auf die Situation einzustellen und nicht in Stress zu geraten. Auch wenn die Versuchung da ist: Verzichten Sie lieber darauf, sich mit Alkohol Mut für den Flug anzutrinken und wählen Sie lieber einen pflanzlicher Beruhigungstee.

Während des Flugs ist Ablenkung extrem wichtig – neben den medialen Zerstreuungen, wie Musik, Filmen oder Büchern, helfen vor allem zwischenmenschliche Kontakte, also Gespräche mit dem Sitznachbarn – vielleicht kann dieser Ihnen ja ein wenig von Ihren Ängsten nehmen. Vergessen Sie zudem nicht, während des Fluges zu essen, um Unterzuckerung zu vermeiden. Wenn Sie das Bordessen nicht mögen, gönnen Sie sich zumindest Snacks wie Äpfel, Schokolade, oder Chips. Essen entspannt und signalisiert dem Körper, dass alles in Ordnung ist. Wenn Sie über den Wolken dennoch ein Anfall von Panik überkommt, helfen Entspannungs- und Atemübungen wie Autogenes Training oder Anapana, eine einfach zu lernende Technik, bei der man sich auf dem Luftstrom beim Ein- und Ausatmen konzentriert und dadurch Entspannung erlangt.